Stadtbad Tempelhof darf nicht trockengelegt werden !

Veröffentlicht am 26.06.2014 in Antrag
 

Die Mitglieder der Abteilung Tempelhof haben auf ihrer Abteilungsversammlung am 24. Juni 2014 einstimmig einen Antrag zum Erhalt des Stadtbades Tempelhof in der Götzstraße beschlossen. Die Initiative für diesen Antrag ging von Michael Müller, dem direkt gewählten Abgeordneten in Tempelhof-Nord, aus. Hintergrund ist, dass die Berliner Bäderbetriebe Ende des Monates dem Abgeordnetenhaus von Berlin ihr "Berliner Bäderkonzept 2025" vorstellen sollen. Nach den bisherigen Erkenntnissen wird damit die Bäderlandschaft in Berlin mit dem Fokus auf "Spaßbäder" reformiert.
 

Als Pilotprojekt soll das Sommerbad Mariendorf in der Rixdorfer Straße zu einem "365-Tage-Multifunktionsbad" ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang sollen dann einerseits das sanierungsbedürftige Kombi-Bad im Ankogelweg in Mariendorf und andererseits das ebenfalls sanierungsbedürftige Stadtbad Tempelhof in der Götzstraße geschlossen werden.

In der Begründung des Antragstextes heißt es:
"Die Bäder in der Götzstraße und im Ankogelweg sind gerade auch für Schulen, Vereine sowie Seniorinnen und Senioren von großer Bedeutung und decken einen essentiellen Bereich der Daseinsvorsorge im Kiez ab. Insbesondere auch die Angebote im Stadtbad Götzstraße für Seniorinnen und Senioren in Form von Warmbadetagen, Wassergymnastik und Senioren-Schwimmen sind für diese Bevölkerungsgruppe zur Gesunderhaltung enorm wichtig. Die Schulen, vor allem die Grundschulen, erreichen das Stadtbad in der Götzstraße durch kurze Anfahrtswege sehr gut und sehr schnell. Das potentielle 365-Tage-Multifunktionsbad in der Rixdorfer Straße, und damit dann das einzige Schwimmbad in Tempelhof und Mariendorf, würde für viele Schulen in Tempelhof bedeuten, dass sie für den Schwimmunterricht teilweise eine Verdopplung des Fahrweges auf sich nehmen müssten. Nicht außer Acht lassen darf man hierbei auch nicht, dass der BSV „Friesen 1895“ e.V., einer der ältesten und engagiertesten Schwimmvereine in Berlin, das Stadtbad Tempelhof in der Götzstraße und das Kombi-Bad im Ankogelweg intensiv für seine Vereinsaktivitäten nutzt."

Die Abteilung Tempelhof fordert den Kreisvorstand des Kreises Tempelhof-Schöneberg und die gewählten Mitglieder des Abgeordnetenhauses aus Tempelhof-Schöneberg auf, sich bei der zuständigen Senatsverwaltung für Inneres und Sport und den Berliner Bäderbetrieben dafür einzusetzen, dass das Stadtbad Tempelhof in der Götzstraße nicht aufgegeben wird.
Der Antrag wird von der Abteilung Tempelhof in der nächsten Kreisvorstandssitzung eingebracht werden. (cl)


Den gesamten Antragstext findet man hier.