70. Jahrestag des Kriegsendes in Berlin

Veröffentlicht am 05.05.2015 in Bezirk
 

(Foto: paperpress/Ed Koch)

Fragt man nach Datum und Ort des Kriegsendes vor 70 Jahren, lautet die Antwort 8. Mai - Berlin-Karlshorst. Das ist zweifelsohne richtig, denn dort wurde die bedingungslose Kapitulation Deutschlands unterschrieben. Weniger im geschichtlichen Bewusstsein verankert ist die Tatsache, dass der Krieg in Berlin bereits am 2. Mai 1945 sein Ende fand, und zwar im Haus Schulenburgring 2, unweit des Flughafens Tempelhof.

Am späten Vormittag des 2. Mai 1945 erreichte General Helmuth Weidling, Kommandeur des 56. Panzerkorps und letzter Befehlfshaber des Verteidigungsbereichs Berlin, den Schulenburgring. In der Parterre-Wohnung unterzeichnete er den Kapitulationsbefehl an die Soldaten der Berliner Garnison.

70 Jahre später, am 2. Mai 2015, haben der Regierende Bürgermeister Michael Müller und der Botschafter Russlands Wladimir M. Grinin Kränze vor dem Haus niedergelegt und kurze Ansprachen in Gedenken an die Ereignisse vor 70 Jahren gehalten. Zu Wort kam auch Joachim Dillinger, der seit 1972 im Schulenburgring 2 wohnt und dessen Initiativen es zu verdanken ist, dass sich noch jemand an diesen historischen Ort erinnert. Auch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und Jugendstadtrat Oliver Schworck sowie etwa 90 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um an der Gedenkzeremonie teilzunehmen.

Im Anschluss an die Kranzniederlegung am Haus Schulenburgring 2 fand im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses eine Feierstunde statt, an der rund 400 Gäste, darunter zahlreiche Botschafter und der frühere Regierende Bürgermeister Walter Momper teilnahmen.
(Quelle: paperpress Nr. 517 B)