Keine Aufgabe des Damwildgeheges im Franckepark

Veröffentlicht am 12.11.2015 in Kiez
 

Die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg fordert den Bezirksstadtrat Daniel Krüger (CDU) auf, das Damwildgehege im Tempelhofer Franckepark zu erhalten und seine Prüfung zur Schließung des Geheges nicht weiter zu verfolgen. Ein entsprechender Antrag liegt der Bezirksverordnetenversammlung zur Entscheidung bei ihrer nächsten Sitzung am 18. November vor.

Bezirksstadtrat Krüger berichtete in der Septembersitzung des Ausschusses für Verkehr und Grünflächen über das qualvolle Ende des Hirsches „Nono“. In diesem Zusammenhang stellte er den Kosten- und Personalaufwand, den das Gehege erfordert, dar und berichtete von den Schwierigkeiten einer artgerechten Haltung des Damwilds. Offenbar prüft Herr Krüger vor diesem Hintergrund die Aufgabe des Geheges.

 

Die SPD-Fraktion fordert hingegen den Erhalt des Damwildgeheges im Franckepark. Das Bezirksamt wird aufgefordert, ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen, um den bestehenden Schwierigkeiten abzuhelfen. So könnte das Bezirksamt z.B. durch Gründung eines Fördervereins bei der Aufsicht, Fütterung und veterinärmedizinischen Betreuung des Dammwilds unterstützt werden.

Hierzu erklären der antragstellende Bezirksverordnete Axel Seltz und Jan Rauchfuß, Vorsitzender der SPD-Fraktion, gemeinsam: „Die SPD-Fraktion weiß, wie vielen Menschen in Tempelhof und darüber hinaus das Tiergehege Freude bereitet. Wir halten eine Schließung für eine Kapitulation und einen Identitätsverlust für den Ortsteil. Wir sind überzeugt, dass sich genügend Freundinnen und Freunde für das Tiergehege finden, die bereit und in der Lage sind, das Bezirksamt seriös und verlässlich beim Erhalt zu unterstützen.“